Die Stille und Kraft(der)tiere

Er war hier, er hat sich echt blicken lassen. So ähnlich sieht er aus, nur das Foto habe ich mir von geopixic.com ausgeborgt, da ich ihm direkt vom Auge zu Auge begegnet bin und nicht durch die Linse schauen konnte. Nur ein paar Minuten Stille in der Dämmerung am Weg in die Weinberge und es kamen die Tiernachbarn – zwei Rehe mit dem Sommerkitz, dann der Fuchs und noch ein einsamer Rehbock machten ihre Abendwege.

Ganz natürlich und unerschrocken ist mir der rote Geselle entgegen getrabt, erst kurz vor mir gestoppt, still in die Augen geblickt – Freund oder Feind – geklärt. Dann ruhig weiter, in neunzig Grad in den Weinberg abgebogen, ein wenig damit ich sein flauschiges Winterfell in ganzen Länge bewundern konnte.
Er erinnert mich auf den heurigen Schnee der sich auch so vorbildlich und demonstrativ zu Silvester zu uns gesellt hat und anschließend still weggetaut ist. Ja ich weiß dass es ihn gibt. Wenn nur kurz, so lerne ihn zu schätzen. So sind sie beiden, der Fuchs und der Schnee, meine Meister der Dankbarkeitsübung.

Ganz viel Stille wohnt in mir. Keine Beschleunigung und Tatkraft kam im Winter es kam die Stille und bewegte sich durch mich wie ein leises Tierchen auf weichen Pfoten, vorsichtig und bedacht, wie es nur in den Schneeflocken möglich ist. Kraft aus der Stille und Dankbarkeit schöpfen, das war die Lektion des Winters.

Danke Stille, Schnee und Fuchs … die Samen keimen schon, nach dem Winter kommt immer der Frühling…

Bis bald dann im Garten
eure Ena Free

 

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